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Sonntag, 20. August 2017
Gründungsversammlung des Förderkreises Verden 17.09.1994, v.l. Bressem, Frankenbach, Lehmann, Kunkel, Huhn, Godau, Grossmann

Der Förderkreis

Der „Förderkreis Kirche Mühlhausen Kreis Preußisch Eylau e. V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, diese Kirche wieder instandzusetzen und als Gotteshaus nutzbar zu machen. Der Verein gab sich eine so ausführliche Bezeichnung, um Verwechslungen mit anderen Orten des Namens Mühlhausen zu vermeiden. Aus diesem Dorf stammende Landsleute und weitere Interessierte aus der Kreisgemeinschaft Preußisch Eylau (www.preussisch-eylau.de) gründeten den Verein im Jahr 1994.

Wer aus dem russischen Teil des Kreises Pr. Eylau stammte, konnte seine Heimat erstmals wieder im Jahr 1990 besuchen. Bis dahin war das gesamte Königsberger Gebiet eine militärische Sperrzone, nur Sowjetbürgern zugänglich. Was die „Nord-Ostpreußen“ (diese Bezeichnung ist der neuen Grenzziehung zu verdanken)  bei ihren ersten Besuchen feststellten, war erschütternd: Ganze Dörfer, zahlreiche Kirchen und andere Baudenkmale waren verschwunden, viele nur noch Ruinen, die übrigen zweckentfremdet (Siehe die Bestandsaufnahme von Bachtin und Doliesen unter "Literatur und Links"). Im Kreisgebiet Pr. Eylau waren die Kirchen von Tharau, Abschwangen, Almenhausen und Mühlhausen sowie der Kirchturm von Uderwangen noch in einem Zustand, der Rettung möglich erscheinen ließ. Heute ist nur Mühlhausen einigermaßen wiederhergestellt, und Tharau notdürftig erhalten. Beide Kirchen hatten das Glück, in Dörfern zu liegen, die als Kolchos- bzw. Sowchos-Mittelpunkt ausgewählt wurden, und dienten somit als landwirtschaftliche Speicher oder Werkhallen. Die anderen Kirchen verfallen weiter.

Die Gründung des Förderkreises war notwendig, um neben der Kreisgemeinschaft einen e. V. zu schaffen, der ausschließlich für den Zweck der Instandsetzung einer - auch russischerseits als Baudenkmal anerkannten – Kirche und ihrer erneuten Nutzbarmachung als Gotteshaus Spenden und öffentliche Mittel einwerben konnte. Hinzu kam, dass das Gebäude bereits bei der Vereinsgründung der „Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland und anderen Staaten“ übertragen war und somit eine klare Rechtslage herrschte. So konnte der Förderkreis die erhaltenen Mittel von Beginn an der evangelisch-lutherischen Propstei in Königsberg übertragen, die ihrerseits die zuvor abgesprochenen Bauaufträge erteilte.

Größere Baumaßnahmen wie die Sanierung der Dächer und Mauern werden grundsätzlich aus öffentlichen Mitteln finanziert, während kleinere, überschaubare Aufträge aus den Spendenmitteln bezahlt werden. Hierzu gehören z. B. die Restaurierung der drei in Trümmern vorgefundenen Grabplatten, eine neue Treppe im Turm, die Innenbeleuchtung und die neue Turmuhr. Siehe im Einzelnen unter "Die Restauration" und "Zeittafel".

Spendenkonto: Bitte beachten Sie vom 01. Februar 2014 an die neue Kontobezeichnung (SEPA-System): IBAN: DE56 3705 0198 0043 5913 04; SWIFT-BIC: COLSDE33. Für Einzahlungen gelten die bisherigen Überweisungsträger noch bis zum 01. Februar 2016.

Der Förderkreis hält seine Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen im Rahmen des jährlichen Pr. Eylauer Kreistreffens, jeweils am dritten September-Wochenende in Verden (Aller) ab. Vorsitzender ist zur Zeit Martin Lehmann, Königswinter, stellvertretende Vorsitzende Gisela Scholz, Munster, Schriftführerin Dagmar Trowitz, Hamburg, und Schatzmeisterin Erika Zschiesche, Seedorf.

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